
BEZIRKSLIGA B Gäste machen Pausenrückstand wett.
TuS Katzenelnbogen/Klingelbach - MSG Flörsheim/Raunheim II 24:31 (16:12). - Den Gästen war die Nervosität im Abstiegskampf anzumerken. Die längst als Absteiger in die C-Liga feststehenden Hausherren dominierten den ersten Durchgang, führten zeitweise mit sechs Treffern. Immerhin reduzierte die zweite MSG-Formation den Rückstand bis zur Pause auf vier Tore und kam wie verwandelt aus der Kabine. Hoch konzentriert agierend, egalisierte das Ensemble von Spielertrainer Kay Lars Kirchner nach Wiederbeginn rasch und nahm die TuS-Sieben in der Schlussviertelstunde regelrecht auseinander. Kirchner lobte sein kämpferisch starkes Team, aus dem er die Haupttorschützen Christian Warneke und Dennis Grund lobend hervorhob.
MSG-Tore: Chr. Warneke (10), Grund (8), Paillon (5/1), Hippe (3/2), Korell, Kirchner (je 2), Dubravcic.

Das letzte Saisonspiel ist auch die Abschiedsvorstellung der MSG Flörsheim/Raunheim. An diesem Sonntag (17Uhr/Liederbachhalle) bestreitet sie es bei der MSG Niederhofheim/ Sulzbach, bei der es die Untermainstädter wieder mit dem einstigen Erfolgstrainer des TV Flörsheim, Florian Crasnaru, zu tun bekommen. Nach dem 38:32-Coup gegen TSG Eppstein sind die Erwartungen an die Truppe von Ottmar Wolf zwar nicht astronomisch gestiegen, Hoffnungen auf einen positiven Saisonabschluss macht sich die MSG aber schon. Neben dem unerwarteten Erfolg am vergangenen Wochenende spielt dabei auch das Remis aus der Hinrunde eine Rolle. Damals erzielte Flörsheim/Raunheim in letzter Sekunde das 31:31.

Nach einem optimalen Start wies die Saison des Handball-Landesligisten TV Flörsheim Höhen und Tiefen auf. Zuletzt unterlag das Frauenteam von Trainerin Christine Rhein vier Mal in Folge. Um nicht mit einem negativen Beigeschmack aus dieser Spielzeit zu gehen, die für die Untermainstädterinnen stark vom Verletzungspech geprägt war, strebt der TVF zum Abschluss zu Hause in der Graf-Stauffenberg-Halle gegen die HSG Nordeck/Winnen/Allendorf/Londorf (Sonntag, 15 Uhr) umso mehr einen Sieg an. „Das wird gegen den Drittplazierten allerdings schwer“, weiß Rhein. Bis zur jüngsten Niederlage in Idstein verzeichnete Flörsheim die ganze Saison über ein positives Punkteverhältnis, das man mit diesem Erfolg wieder zurückerobern möchte. Neben Sabrina Scholl und Marleen Streb, die zum Aufsteiger TuS Kriftel wechseln, wird möglicherweise auch Anja Sterker aus privaten Gründen zumindest eine Pause einlegen.

Die Handball-Landesligafrauen des TV Flörsheim verloren bei der FSG Idstein/Dotzheim „hauchdünn“ 18:19 (7:12), bleiben somit Tabellenachter. Krankheits- und verletzungsbedingt ohne sechs Stammkräfte angereist, geriet der Gast trotz anfänglichem 2:2-Gleichstand schnell ins Hintertreffen, lag nach etwas mehr als einer Viertelstunde bereits 3:9 zurück. Zu diesem Zeitpunkt der Partie sah alles nach einem Debakel für die ,,Rumpftruppe vom Untermain“ aus.
Doch Flörsheims Werferinnen stabilisierten sich in allen Teamteilen, verkürzten den Rückstand bis zur Pause geringfügig und arbeiteten sich nach Wiederbeginn Tor um Tor heran. Beim Spielstand von 19:16 (57.) zog Trainerin Christine Rhein die grüne Karte und stellte ihr Team in der Auszeit nochmals taktisch für die abschließenden 180 Sekunden neu ein. Es gelangen indes lediglich zwei weitere ,,Buden“, weswegen der favorisierte Tabellenvierte am Ende - genau wie in der Vorrunde - mit einem Treffer Differenz obsiegte. ,,Es wäre also durchaus ein sicherlich auch verdientes Unentschieden drin gewesen, denn wir leisteten uns erneut recht viele Fehler und etliche Chancen wurden ausgelassen. Kämpferisch kann ich meiner Mannschaft indes keinen Vorwurf machen“, so Rhein.
Endstand: 18:19 / Halbzeit: 7:12
TV Flörsheim: Petra Schütz; Marleen Streb (2), Sabrina Scholl (6), Patricia Döppner (4), Simone Schmidt (2), Steffi Müller (2/2), Bianca Ruppert, Davina Paul (2/1).
Schiedsrichter: Mark/Nikolai (Gründau); Zuschauer: 70; Spielfilm: 2:2, 9:3, 12:7 - 14:10, 17:14, 19:16, 19:18.

BEZIRKSOBERLIGA Wolf-Auswahl düpiert Favoriten (el).
Kaum zu glauben, aber wahr: Die MSG Flörsheim/Raunheim bezwang in ihrem letzten Saison-Heimspiel tatsächlich den haushohen Favoriten TSG Eppstein. Die seit Wochen in der Bezirksoberliga Wiesbaden als Absteiger feststehenden Handballer vom Untermain setzten sich sogar relativ deutlich 38:32 (16:13) durch. Auch MSG-Trainer Ottmar Wolf konnte die Sensation kaum fassen. „Unglaublich! Besser hätten wir uns nicht von unserem Publikum verabschieden können. Dieses Spiel hat gezeigt, dass wir mit den meisten Teams der Klasse mithalten können. Leider fehlt uns die Konstanz, aber das kommt noch“, blickte Wolf optimistisch in die Zukunft.
Die Gastgeber legten nach dem ersten Abtasten mit 8:4-Treffern vor. In der Defensive hielt man die TSG-Akteure, besonders die Becker-Brüder, gut in Schach und unterband die gefährlichen Kreisanspiele der Gäste. Allerdings ließ Eppstein immer wieder seine Klasse aufblitzen und halbierte den Rückstand von zwischenzeitlich sechs Treffern kurz vor der Pause noch einmal. In der zweiten Halbzeit kam Eppstein zum 15:16-Anschluss und schnupperte kurz an einer Wende.
Doch dann steigerte sich Flörsheim/Raunheim in der Offensive zusätzlich. Besonders Julien Kunz, der sich entgegen des Interesses einiger Bezirksoberliga-Konkurrenten für einen Verbleib bei der MSG entschieden hat, erwischte einen Sahnetag, erzielte zehn Treffer und war für die Gäste einfach nicht unter Kontrolle zu bringen. Eine Vorentscheidung fiel bereits, als die Gastgeber von 19:17 auf 23:17 enteilten. Die TSG probierte es noch mit einigen Umstellungen, verkürzte aber nicht mehr.
Endstand: 38:32 / Halbzeit: 16:13
MSG: Künzl, Wietschorke; Baumhauer (4), Lügenbiehl (2), Mätzke (2), Jost (1), Pompetzki (4), Kunz (10), Wenski (3), Gübert (6), Munck (6).
Zuschauer: 120; Schiedsrichter: Freund/Schmitt (Eltville); Spielfilm: 3:3, 8:4, 11:5, 14:11, 16:13 - 16:15, 19:17, 23:17, 31:25, 38:30, 38:32.